Bau

    Bau

    Die ARGE A3 Steigerwaldautobahn GbR wurde von der Projektgesellschaft A3 Nordbayern GmbH & Co. KG mit der Planung und dem Ausbau des rund 71 km langen Ausbauabschnitts sowie der Ausführung von Restleistungen im bereits ausgebauten, 5 km langen Abschnitt bei Geiselwind beauftragt. Die Planungs- und Bauphase beträgt nur 67 Monate bis zur geplanten Fertigstellung im 4. Quartal 2025, was für ein Projekt dieser Größenordnung eine große Herausforderung darstellt.

    Der Baubeginn erfolgte termingerecht im Mai 2020. Der offizielle Spatenstich, unter Beteiligung von Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Herr Andreas Scheuer, Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie der Staatsministerin für Wohnen, Bauen und Verkehr, Frau Kerstin Schreyer und dem Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern, Herrn Reinhard Pirner, wurde am 10. Juli ausgeführt.

    Im Jahr 2020 sind die Bauaktivitäten im Wesentlichen auf die Herstellung von provisorischen Fahrbahnverbreiterungen einschließlich Nothaltebuchten und Mittelstreifenüberfahrten fokussiert, die für die in 2021 beginnenden Verkehrsführungen der ersten Hauptbauphase erforderlich sind. Zudem werden diverse Leitungen, die das Baufeld kreuzen, sowie Fernmeldekabel entlang der Autobahn umgelegt. Auch Bauarbeiten an einzelnen Regenrückhaltebecken und Ersatzneubauten für Überführungsbauwerke finden bereits in 2020 statt. 

    Ab dem Jahr 2021 beginnen die eigentlichen Bauarbeiten zur Verbreiterung der Autobahn auf insgesamt sechs Fahrstreifen. Hierzu wird die bestehende Autobahn vollständig zurückgebaut und teils in veränderter Lage mit einem sechs-streifigen Querschnitt neu errichtet. In jeder Fahrtrichtung wurden hierzu acht Bauabschnitte definiert. Ab 2021 werden in jeder Hauptbahnphase vier Bauabschnitte gleichzeitig ausgebaut, deren Länge jeweils 15 km nicht überschreiten darf. Die übrigen vier Bauabschnitte der jeweiligen Fahrtrichtung werden derweil als sogenannte Erholungsstrecken mit einer Länge von je mindestens 5 km genutzt. Diese sollen der Entlastung der Verkehrsteilnehmer dienen. 

    Dem Lärmschutz wird bei dem Ausbau der Projektstrecke in besonderem Maße Rechnung getragen. So werden entlang der Projektstrecke rund 132.000 m² Lärmschutzwände und -wälle neu errichtet, was der Größe von über 18 Fußballfeldern entspricht. Neben der Errichtung von Lärmschutzwänden und –wällen kommt auf einigen Teilen der Projektstrecke ein spezieller, lärmmindernder Fahrbahnbelag zum Einsatz.

    Für einen verbesserten Schutz der vorhandenen Gewässer und des Grundwassers werden vor Einleitung des Oberflächenwasser aus der Autobahn Absetzbecken zur Rückhaltung von Leichtflüssigkeiten und absetzbaren Stoffen und Regenrückhaltebecken zur Drosselung von Abflussspitzen gebaut. Zum Schutz von 2 Trinkwasserschutzgebieten werden auf einer Länge von insgesamt rd. 3,3 km weitergehende Maßnahmen (RiStWag) am Autobahnkörper und dessen Entwässerungseinrichtungen durchgeführt.

    Durch den Neubau dreier beidseitigen unbewirtschafteten Rastanlagen mit WC-Gebäude (PWC-Anlagen) und die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Steigerwald wird das vorhandene Stellplatzdefizit bei Lkw-Parkplätzen deutlich reduziert.

    Wo die verkehrliche Leistungsfähigkeit an Anschlussstellen nicht ausreicht, werden Lichtsignalanlagen neu bzw. vorhanden Lichtsignalanlagen ausgebaut und optimiert. Dies kommt insbesondere auch dem Verkehr im nachgeordneten Straßennetz zugute.

    Tierschutz

    Im „Obersambacher Wald“ westlich von Geiselwind und in der „Mönau“ westlich von Erlangen wird je eine Grünbrücke gebaut und damit eine sichere Querungsmöglichkeit für Wildtiere geschaffen. Zur Einbindung der ausgebauten A3 in Natur und Landschaft werden Böschungen und sonstige unbefestigte Flächen mit standortgerechten Gehölzen bepflanzt und begrünt.

    Umweltschutz

    Zum Schutz der Umwelt werden alle Baumaßnahmen permanent durch eine spezialisierte Umweltbaubegleitung betreut, die entsprechend einem speziell für das Projekt erstellten Umweltbaukonzept auf die Einhaltung der Auflagen aus der Planfeststellung sowie der allgemeinen naturschutzrechtlichen Bestimmungen achtet. Im Zuge der Ausbaumaßnahme werden u.a. zahlreiche Ameisenvölker und Amphibien umgesiedelt sowie brütende Vögel und andere geschützte Arten vor Störungen durch die Baumaßnahme geschützt. Zu den präventiven Umweltschutzmaßnahmen gehören u.a. Biotopschutzzäune sowie Amphibienleiteinrichtungen.

    Sperrungen

    Die Projektstrecke und damit auch der Baustellenbetrieb werden regelmäßig von anliegenden Straßen und Wegen gekreuzt. Bedingt durch Rückbau und Neubau von Bauwerken, mit deren Hilfe die querenden Straßen unter der Autobahn hindurch oder über die Autobahn hinweg geführt werden, ist es im Verlauf einer Ausbaumaßnahme unvermeidbar, solche Straßen und Wege vorübergehend zu sperren. Hierfür werden in enger Abstimmung mit den zuständigen Verkehrsbehörden regelmäßig Umleitungsstrecken eingerichtet. Mit dieser Aufgabe sind erfahrene Verkehrskoordinatoren betraut, die dafür Sorge tragen, dass die unvermeidbaren Eingriffe in das nachgeordnete Verkehrsnetz möglichst schonend erfolgen. Auch Vollsperrungen der Autobahn sind zum Rückbau und Neubau von überführenden Brücken unvermeidbar. Diese werden in verkehrsarmen Zeiten, das heißt in der Regel in den Nachtstunden an Wochenenden, vorgenommen. Alle Eingriffe in den Verkehrsraum werden rechtzeitig in Form von Presseinformationen bekannt gegeben.

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